Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker & Kosten

tierheilpraktiker-ausbildungSeit länger Zeit ist die Naturheilkunde als Alternative zur klassischen Medizin bei menschlichen Krankheiten sehr beliebt. In jüngster Zeit entdecken immer mehr Tierliebhaber, dass auch bei Haus- und Nutztieren die Schulmedizin nicht immer die beste Behandlungsmethode ist. Oft werden mit Akupunktur, Homöopathie und Bachblütentherapie die besseren Behandlungserfolge erzielt. Tierheilpraktiker, die dieser Behandlungen anbieten, erfreuen sich großer Beliebtheit.

Das bedeutet auch: Wer jetzt mit einer Ausbildung zum Tierheilpraktiker beginnt, hat dabei sehr gute Zukunftsperspektiven. Denn mit der wachsenden Zahl von Single-Haushalten wird auch die Zahl der Haustiere zunehmen. Die meisten Tierbesitzer lassen sich das Wohl ihres tierischen Mitbewohner dabei einiges kosten. Das sind rosige Aussichten, für alle, die beruflich mit Tieren zu tun haben wollen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wer mit Tieren arbeiten möchte, denkt oft daran, den Beruf des Tierarztes zu ergreifen. Doch nicht selten ist das unmöglich, weil die schulischen Voraussetzungen für ein Studium der Tiermedizin fehlen. Wer sich Tierheilpraktiker werden, braucht kein Studium und muss dementsprechend keine Hochschulreife nachweisen. Rein rechtlich gesehen kann sogar komplett auf eine besondere Ausbildung verzichtet werden, denn die Berufsbezeichnung Tierheilpraktiker ist nicht geschützt. Jeder darf sich so nennen – unabhängig davon, ob er Ahnung von Tieren und ihren Krankheiten hat oder nicht.

Um als Tierheilpraktiker jedoch erfolgreich zu sein und den Tier zu helfen, ist eine gute Ausbildung gleichwohl unverzichtbar. Die Schüler sollten bei der Wahl der Schule unbedingt auf die hohe Qualität und den guten Ruf achten. Denn viele Arbeitgeber und Kunden achten bei der Wahl des Tierpraktiker sehr genau darauf, wo Fachkenntnis und Handwerk erworben wurden.

Viele private Schulen und Fortbildungsinstitute bieten entsprechende Schulungen an. Um an diesen Schulungen teilzunehmen, werden als harte Faktoren in der Regel mindestens ein Realschulabschluss und ein Mindestalter von 21 Jahren vorausgesetzt. Es versteht sich von selbst, dass der Spaß am Umgang mit Tieren und ein großes Einfühlungsvermögen als weiche Faktoren vorhanden sein, um als Tierheilpraktiker arbeiten zu können.

Anerkannt Anbieter für die Tierheilpraktiker Ausbildung

tierheilpraktiker ausbildungAchtung! Da es auf dem Markt der Tierheilpraktiker Ausbildung zahlreiche schwarze Schafe gibt, solltet ihr euch an die von mit vorstellten Schulen halten. Alle Schulen sind nicht erst seit gestern auf dem Markt und bieten die Ausbildung seit Jahren erfolgreich an. Tipp: Werft unbedingt einen Blick in die kostenlosen Studienbroschüren auf den Webseiten der Schulen und vergleich die Kosten und unterschiedlichen Schwerpunkte miteinander.

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Die Inhalte der Tierheilpraktiker Ausbildung

Da es keine geregelte Prüfungsverfahren für den Abschluss als Tierheilpraktiker gibt, können die einzelnen Schulen eigene, oftmals sehr unterschiedliche Lehrpläne aufstellen. Im Wesentlichen stehen allerdings folgende Themen im Zentrum:

An erster Stelle wird ein umfangreiches Wissen über die Tiermedizin vermittelt. Sehr oft stehen dabei die verbreiteten Haustiere Hund, Katze, Kaninchen und Kanarienvogel im Zentrum, weil diese Tierarten im späteren Berufsleben die größte Patientengruppe stellen wird. Des Weiteren nimmt die Frage der Naturheilkunde mit möglichen Anwendungsmöglichkeiten bei Hund, Katze und Co. eine große Rolle ein. Akupunktur und Homöopathie sind Behandlungsformen, die bei Tieren verstärkt eingesetzt werden. Um auch im Notfall schnell und sicher handeln zu können, beinhaltet die Ausbildung zum Tierheilpraktiker die Vermittlung von Erste-Hilfe-Maßnahmen, die das Leid der Tiere schnell mindern können, wenn sie sich verletzt oder vergiftet haben.

In der Praxis zeigt sich, dass der Rat eines guten Tierheilpraktiker nicht nur dann gefragt ist, wenn es um akute Krankheitsfälle geht. Oft fragen Menschen nach Rat, die mit der Haltung eines Tieres nicht zurechtkommen und Unterstützung brauchen. Aus diesem Grund haben viele Bildungseinrichtungen auch das Thema Tierhaltungsberatung in den Lehrplan aufgenommen.

Bei den bisher genannten Unterrichtsinhalten stand ganz das Tier im Mittelpunkt. Doch Kenntnisse in Medizin, Naturheilkunde und Tierhaltung reichen nicht für ein erfolgreiches Leben als Tierheilpraktiker aus. Es bedarf grundlegender Kenntnisse darüber, wie eine Praxis erfolgreich geführt werden kann. Gesetzeskunde, Buchhaltung und Kundenakquise sind daher häufig weiterer Bestandteil der Ausbildung.

Wer bestimmte Schwerpunkte innerhalb des Lehrplanes setzen möchte, sollte sich beim Bildungsinstitut gründlich über die genaue Ausgestaltung des Lehrplanes und die Möglichkeiten zur Differenzierung informieren.

Was kostet die Ausbildung?

tierheilpraktiker AusbildungDer einfachste Weg, um Tierheilpraktiker zu werden, ist das Fernstudium. Die Unterrichtsmaterialien werden den Schüler in Unterrichtsheften oder digital zur Verfügung gestellt. Die Schüler können lernen, wann und wo sie wollen. Eine Präsenzpflicht besteht in der Regel nur für einige wenige praktische Unterrichtseinheiten. Dadurch ist es möglich, sich berufsbegleitend zum Tierpraktiker fortzubilden. So können sich beispielsweise Tierarzthelferinnen und Tierarzthelfer sowie Fachverkäufer in Tiergeschäften weiter qualifizieren und damit den Grundstock für einen neuen Lebensabschnitt legen. Die Kurse dauern in der Regel 20 bis 24 Monate. Die Kosten für diese Kurse liegen in der Regel zwischen 1500 € und 3000 €. Oft ist es möglich, diese Gebühren für den Unterricht in monatlichen Raten von 75 € bis 150 € zu zahlen.

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Berufsfelder und Gehalt

Tierheilpraktiker können in vielen Bereichen arbeiten. Zahlreiche Tierarztpraxen stellen Tierheilpraktiker an, um den Kunden und Patienten neue Formen der Behandlung anbieten zu können. Tierkliniken machen immer häufiger vom Einsatz gut ausgebildete Tierheilpraktiker Gebrauch. Auch Zoologische Gärten, Hundeschulen und Reithöfe und viele andere Einrichtungen, bei denen sich alles um das Tier dreht, haben den Wert alternativer und naturheilkundlicher Methoden erkannt.

Je nach Arbeitgeber liegt das Einstiegsgehalt bei 1500 € im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung darf eine leichte Steigerung erwartet werden. Der Durchschnittsverdienst liegt bei knapp 2000 €.

Doch trotz wachsender Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ist die eine feste Anstellung als Tierheilpraktiker eher die Ausnahme. Die meisten Tierheilpraktiker arbeiten selbstständig in eigenen Praxen. Das Schöne daran: Sie sind nur sich selbst, den Kunden und den Patienten verpflichtet. Mit etwas Glück und Geschick kann die Selbstständigkeit mit einem sehr guten Einkommen belohnt werden.

Wenn die Praxis gut läuft, bleiben bis zu 4000 € am Ende des Monats nach Abzug aller Kosten als Gehalt. Doch Achtung: Die erste Jahre einer Selbstständigkeit können sehr nervenaufreibend und arbeitsintensiv werden. Denn bevor die hohen Einnahmen erzielt werden, muss zunächst eine mehr oder weniger lange Durststrecke überwunden werden.

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