Vom Schreibtisch zur eigenen Heilpraktiker-Praxis

Zuletzt aktualisiert: July, 2020

heilpraktiker ausbildung erfahrungen

Stefanie Peters, Heilpraktikerin 

Mein gro√üer Traum in der Schulzeit war es, √Ąrztin zu werden. Ich wollte immer gern Menschen helfen und nach dem Abitur wollte ich urspr√ľnglich ein Medizinstudium in Angriff nehmen. Doch w√§hrend meines Freiwilligen Sozialen Jahrs in Nicaragua¬†bin ich dann unerwartet schwanger geworden.

Ich tauschte das Gl√ľck meines T√∂chterchens mit dem Traum. Mit viel Organisation konnte ich meine Ausbildung zur B√ľrokauffrau absolvieren, danach war Halbtagsjob angesagt.

Die Tochter wurde √§lter, Kind Nummer zwei kam, mein Traum, in den medizinischen Bereich zu gehen, blieb aber √ľber die Jahre erhalten. So suchte ich mir als eine Alternative eine¬†Ausbildung zur Heilpraktikerin¬†und¬†organisierte mich und meine Familie neu. Heute arbeite ich in meiner eigenen Praxis und kann gleichzeitig f√ľr meine Patienten und meine Familie da sein.

Wichtig:¬†Bevor ich weiter berichte: Viele Leser fragen mich immer wieder, wo ich meine Ausbildung gemacht habe. Ich habe meine Ausbildung damals an der SGD Darmstadt (mehr unter: www.sgd.de/heilpraktiker-werden) gemacht. Das heisst aber nicht, dass die SGD auch die richtige Schule f√ľr dich ist! Anbei findest du einen Fragebogen, der dir helfen soll die richtige Schule f√ľr dich zu finden:¬†Zum Test

Das Studium der Medizin musste ein Traum bleiben

Der Gedanke, Medizin zu studieren, haftete sich schon fr√ľh in meiner Jugend an mich und lie√ü mich auch nie wirklich los. Das war auch mein Ansporn, ein m√∂glichst gutes Abi hinzulegen, um mich √ľberhaupt in ein Medizin-Studiengang einschreiben zu k√∂nnen.

Ganz ohne Wartesemester w√§re es nach dem Abi aber nicht gegangen, so habe ich mir eine Stelle f√ľr ein Freiwilliges Soziales Jahr gesucht – und auch eine tolle Stelle¬†gefunden. Hier konnte ich Menschen auf andere Weise helfen, was mir extrem viel gegeben hat.

In der Zeit lernte ich meinen heutigen Mann kennen und ich wurde ziemlich schnell schwanger. Das war unerwartet, aber ich war dennoch gl√ľcklich √ľber meine Tochter, die einige Monate sp√§ter das Licht der Welt erblickte.

An den Stress eines Medizinstudiums war da kaum zu denken, vor allem, weil es daf√ľr wom√∂glich in eine neue Stadt gehen musste. Also suchte ich mir einen Ausbildungsplatz, der zumindest einigerma√üen familienfreundlich war.

Die Ausbildung zur B√ľrokauffrau war jetzt nicht unbedingt erf√ľllend, aber mein Ausbildungsbetrieb kam mir doch sehr entgegen. Zusammen mit meinem heutigen Mann und unseren Eltern bekamen wir so unsere Jobs, Familie und Alltag¬†gut unter einen Hut.

Tipp:¬†Welche Heilpraktikerschule ist die Richtige f√ľr dich? Mache jetzt den Test!

Meine Ausbildungszeit ging rum und ich fand eine Halbtagsstelle in einer anderen Firma. Das zweite Kind kam dann wenig später und wir waren gut damit beschäftigt, unsere Berufe und unser Privatleben zu organisieren. Das Thema Medizin war dennoch nie ganz aus meinem Kopf verschwunden Рes war nur begraben. Umso älter meine beiden Kinder wurden, desto mehr kam dieses Thema aber wieder zum Vorschein.

Ein Medizinstudium in einer anderen Stadt wollte ich dann aber doch lieber nicht machen (obwohl ich mittlerweile sehr viele Wartesemester hatte).

Finanziell w√§re das f√ľr uns sowieso kaum zu stemmen gewesen, um nur ein Problem zu nennen. Meinen Job direkt aufzugeben, w√§re aus dem gleichen Grund schwierig geworden. Also habe ich langsam angefangen, nach anderen M√∂glichkeiten zu suchen und bin auf die¬† Ausbildung zur¬†Heilpraktikerin gesto√üen.

Meine Erfahrung im Fernstudium zur Heilpraktikerin

Ein Fernstudium zur Heilpraktikerin war die L√∂sung, die meinem Traum am n√§chsten kam. Ich habe mir die diversen Anbieter und Lehrg√§nge genau angesehen und mich¬†sehr ausf√ľhrlich¬†informiert. Meine Wahl viel dann¬†letzen Endes¬†auf die¬†SGD Darmstadt¬†(wie gesagt empfehlen ich euch trotzdem den Test zu machen um die richtige Schule f√ľr euch zu finden: Zum Test).

Also habe ich mich dort einfach angemeldet und konnte fing Zwei Wochen später mit dem Kurs an. Hätte es mir nicht gefallen, hätte ich innerhalb von vier Wochen ohne Kosten abbrechen können Рaber es hat mir gefallen, sehr sogar.

Ich fing also an, meine Ausbildung im Fernstudium in meinen Alltag zu integrieren. Das war am Anfang nicht gerade leicht, da sowohl mein Mann als auch meine Kinder sich erst daran gew√∂hnen mussten, mich nicht zu st√∂ren, wenn die Mama in der K√ľche am Tisch sitzt und lernen m√∂chte. Leider hat das gar nicht funktioniert und ich war gezwungen mir zum lernen einen anderen Ort zu suchen.

Tipp f√ľr M√ľtter und V√§ter: Es ist wirklich schwierig sich in einer kleinen Wohnung zu¬† konzentrieren, wenn Mann und Kinder zu Hause sind.¬†Deshalb habe ich damals den Entschluss gefasst au√üerhalb zu lernen. Meine Wahl viel auf einen Co-Working Space in der N√§he. Ein gem√ľtliches Caf√© sollte es aber auch tuen.

Praktische Seminare auch im Fernstudium

Zur Ausbildung an der SGD¬†( die aktuelle Studienbrosch√ľre zum Kurs findest du unter: www.sgd.de/heilpraktiker-studienbroschuere) geh√∂ren auch diverse Praxisseminare. Wichtig ist noch zu erw√§hnen, dass die Anwesenheit zu diesen Seminaren¬†nicht verpflichtend¬†ist. Ich rate euch aber diese Seminare zu besuchen, da die Inhalte sehr wichtig sind, wenn ihr mal sp√§ter selbst√§ndig als Heilpraktiker eure eigene Praxis er√∂ffnen m√∂chtet.¬†Mir¬†haben die¬†Seminare damals¬†extrem viel¬†Spa√ü gemacht.

Mehr praktische Erfahrung durch ein Praktikum

Versteht mich nicht falsch, ich fand¬†die praktischen¬†Seminare an der SGD¬†fantastisch, aber ich wollte mehr. Mehr noch: Ich konnte es kaum abwarten endlich selber in einer Heilpraktiker-Praxis zu stehen und zu behandeln.¬†Mein Mann meinte dann einmal Abends zu mir warum ich nicht ein Praktikum machen w√ľrde? Ich war v√∂llig √ľberrascht, den auf die Idee bin ich nicht gekommen.

Gesagt getan fing ich an¬†die Heilprakiker-Praxen bei uns in der N√§he anzuschreiben und mich f√ľr ein kostenloses Praktikum zu bewerben. Von vier Bewerbungen bekam ich drei Zusagen. Ich denke, dass ist auch kein Wunder. Denn wer hat den nicht gerne eine kostenlose Praktikantin bei sich in der Praxis ;).

Mir hat es jedoch extrem viel gebracht  und ich kann nur jedem Empfehlen das gleiche zu tuen, wenn man es wirklich ernst meint.

Die eigene Heilpraktiker-Praxis

Ich will jetzt nicht angeben, aber die Heilpraktiker Pr√ľfung¬†war dann auch¬†kein Problem mehr¬†und¬†wir haben danach¬†erstmal kr√§ftig mit meiner Familie gefeiert. Mein Mann und ich hatten uns schon √ľber den weiteren Weg unterhalten, den ich gehen wollte. So k√ľndigte ich meinen Halbtagsjob und suchte mir Praxisr√§ume, in denen ich als Heilpraktikerin meine Leistungen anbieten wollte.

Das war leider gar nicht so leicht und auch sehr teuer ( vielleicht schreibe ich dazu nochmal einen separaten Beitrag). Schließlich haben wir uns dazu entschieden, dass wir unser Gästezimmer (was direkt am Eingang vor dem eigentlichen Wohnraum) zur Praxis umbauen.  Da behandle ich meine Patienten noch heute.

Heute habe ich einen zufriedenen Kundenstamm und bin mehr als gl√ľcklich und zufrieden √ľber meine Entscheidung. Mit der eigenen Praxis bin ich zeitlich so flexibel, wie meine Familie und ich es wollen und gleichzeitig verdiene ich heute mehr als in meinem alten Job. Aber das ist gar nicht mein Hauptbestreben.

Ich helfe Menschen, mache etwas, was mich gl√ľcklich macht und ich kann gar nicht erwarten, was die Zukunft noch so bringen mag.

Tipp:¬†Welche Heilpraktikerschule ist die Richtige f√ľr dich? Mache jetzt den Test!

3.42 (68.42%) 19 votes