Vom Schreibtisch zur eigenen Heilpraktiker-Praxis

Zuletzt aktualisiert: September, 2019

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Stefanie Peters, Heilpraktikerin 

Mein großer Traum in der Schulzeit war es, Ärztin zu werden. Ich wollte immer gern Menschen helfen und nach dem Abitur wollte ich ursprünglich ein Medizinstudium in Angriff nehmen. Doch während meines Freiwilligen Sozialen Jahrs in Nicaragua bin ich dann unerwartet schwanger geworden.

Ich tauschte das Glück meines Töchterchens mit dem Traum. Mit viel Organisation konnte ich meine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvieren, danach war Halbtagsjob angesagt.

Die Tochter wurde älter, Kind Nummer zwei kam, mein Traum, in den medizinischen Bereich zu gehen, blieb aber über die Jahre erhalten. So suchte ich mir als eine Alternative eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und organisierte mich und meine Familie neu. Heute arbeite ich in meiner eigenen Praxis und kann gleichzeitig für meine Patienten und meine Familie da sein.

Wichtig: Bevor ich weiter berichte: Viele Leser fragen mich immer wieder, wo ich meine Ausbildung gemacht habe. Ich habe meine Ausbildung damals an der SGD Darmstadt (mehr unter: www.sgd.de/heilpraktiker-werden) gemacht. Das heisst aber nicht, dass die SGD auch die richtige Schule für dich ist! Anbei findest du einen Fragebogen, der dir helfen soll die richtige Schule für dich zu finden: Zum Test

Das Studium der Medizin musste ein Traum bleiben

Der Gedanke, Medizin zu studieren, haftete sich schon früh in meiner Jugend an mich und ließ mich auch nie wirklich los. Das war auch mein Ansporn, ein möglichst gutes Abi hinzulegen, um mich überhaupt in ein Medizin-Studiengang einschreiben zu können.

Ganz ohne Wartesemester wäre es nach dem Abi aber nicht gegangen, so habe ich mir eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr gesucht – und auch eine tolle Stelle gefunden. Hier konnte ich Menschen auf andere Weise helfen, was mir extrem viel gegeben hat.

In der Zeit lernte ich meinen heutigen Mann kennen und ich wurde ziemlich schnell schwanger. Das war unerwartet, aber ich war dennoch glücklich über meine Tochter, die einige Monate später das Licht der Welt erblickte.

An den Stress eines Medizinstudiums war da kaum zu denken, vor allem, weil es dafür womöglich in eine neue Stadt gehen musste. Also suchte ich mir einen Ausbildungsplatz, der zumindest einigermaßen familienfreundlich war.

Die Ausbildung zur Bürokauffrau war jetzt nicht unbedingt erfüllend, aber mein Ausbildungsbetrieb kam mir doch sehr entgegen. Zusammen mit meinem heutigen Mann und unseren Eltern bekamen wir so unsere Jobs, Familie und Alltag gut unter einen Hut.

Tipp: Welche Heilpraktikerschule ist die Richtige für dich? Mache jetzt den Test!

Meine Ausbildungszeit ging rum und ich fand eine Halbtagsstelle in einer anderen Firma. Das zweite Kind kam dann wenig später und wir waren gut damit beschäftigt, unsere Berufe und unser Privatleben zu organisieren. Das Thema Medizin war dennoch nie ganz aus meinem Kopf verschwunden – es war nur begraben. Umso älter meine beiden Kinder wurden, desto mehr kam dieses Thema aber wieder zum Vorschein.

Ein Medizinstudium in einer anderen Stadt wollte ich dann aber doch lieber nicht machen (obwohl ich mittlerweile sehr viele Wartesemester hatte).

Finanziell wäre das für uns sowieso kaum zu stemmen gewesen, um nur ein Problem zu nennen. Meinen Job direkt aufzugeben, wäre aus dem gleichen Grund schwierig geworden. Also habe ich langsam angefangen, nach anderen Möglichkeiten zu suchen und bin auf die  Ausbildung zur Heilpraktikerin gestoßen.

Meine Erfahrung im Fernstudium zur Heilpraktikerin

Ein Fernstudium zur Heilpraktikerin war die Lösung, die meinem Traum am nächsten kam. Ich habe mir die diversen Anbieter und Lehrgänge genau angesehen und mich sehr ausführlich informiert. Meine Wahl viel dann letzen Endes auf die SGD Darmstadt (wie gesagt empfehlen ich euch trotzdem den Test zu machen um die richtige Schule für euch zu finden: Zum Test).

Also habe ich mich dort einfach angemeldet und konnte fing Zwei Wochen später mit dem Kurs an. Hätte es mir nicht gefallen, hätte ich innerhalb von vier Wochen ohne Kosten abbrechen können – aber es hat mir gefallen, sehr sogar.

Ich fing also an, meine Ausbildung im Fernstudium in meinen Alltag zu integrieren. Das war am Anfang nicht gerade leicht, da sowohl mein Mann als auch meine Kinder sich erst daran gewöhnen mussten, mich nicht zu stören, wenn die Mama in der Küche am Tisch sitzt und lernen möchte. Leider hat das gar nicht funktioniert und ich war gezwungen mir zum lernen einen anderen Ort zu suchen.

Tipp für Mütter und Väter: Es ist wirklich schwierig sich in einer kleinen Wohnung zu  konzentrieren, wenn Mann und Kinder zu Hause sind. Deshalb habe ich damals den Entschluss gefasst außerhalb zu lernen. Meine Wahl viel auf einen Co-Working Space in der Nähe. Ein gemütliches Café sollte es aber auch tuen.

Praktische Seminare auch im Fernstudium

Zur Ausbildung an der SGD ( die aktuelle Studienbroschüre zum Kurs findest du unter: www.sgd.de/heilpraktiker-studienbroschuere) gehören auch diverse Praxisseminare. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Anwesenheit zu diesen Seminaren nicht verpflichtend ist. Ich rate euch aber diese Seminare zu besuchen, da die Inhalte sehr wichtig sind, wenn ihr mal später selbständig als Heilpraktiker eure eigene Praxis eröffnen möchtet. Mir haben die Seminare damals extrem viel Spaß gemacht.

Mehr praktische Erfahrung durch ein Praktikum

Versteht mich nicht falsch, ich fand die praktischen Seminare an der SGD fantastisch, aber ich wollte mehr. Mehr noch: Ich konnte es kaum abwarten endlich selber in einer Heilpraktiker-Praxis zu stehen und zu behandeln. Mein Mann meinte dann einmal Abends zu mir warum ich nicht ein Praktikum machen würde? Ich war völlig überrascht, den auf die Idee bin ich nicht gekommen.

Gesagt getan fing ich an die Heilprakiker-Praxen bei uns in der Nähe anzuschreiben und mich für ein kostenloses Praktikum zu bewerben. Von vier Bewerbungen bekam ich drei Zusagen. Ich denke, dass ist auch kein Wunder. Denn wer hat den nicht gerne eine kostenlose Praktikantin bei sich in der Praxis ;).

Mir hat es jedoch extrem viel gebracht  und ich kann nur jedem Empfehlen das gleiche zu tuen, wenn man es wirklich ernst meint.

Die eigene Heilpraktiker-Praxis

Ich will jetzt nicht angeben, aber die Heilpraktiker Prüfung war dann auch kein Problem mehr und wir haben danach erstmal kräftig mit meiner Familie gefeiert. Mein Mann und ich hatten uns schon über den weiteren Weg unterhalten, den ich gehen wollte. So kündigte ich meinen Halbtagsjob und suchte mir Praxisräume, in denen ich als Heilpraktikerin meine Leistungen anbieten wollte.

Das war leider gar nicht so leicht und auch sehr teuer ( vielleicht schreibe ich dazu nochmal einen separaten Beitrag). Schließlich haben wir uns dazu entschieden, dass wir unser Gästezimmer (was direkt am Eingang vor dem eigentlichen Wohnraum) zur Praxis umbauen.  Da behandle ich meine Patienten noch heute.

Heute habe ich einen zufriedenen Kundenstamm und bin mehr als glücklich und zufrieden über meine Entscheidung. Mit der eigenen Praxis bin ich zeitlich so flexibel, wie meine Familie und ich es wollen und gleichzeitig verdiene ich heute mehr als in meinem alten Job. Aber das ist gar nicht mein Hauptbestreben.

Ich helfe Menschen, mache etwas, was mich glücklich macht und ich kann gar nicht erwarten, was die Zukunft noch so bringen mag.

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