Die Ausbildung zum Gesundheitsberater & Kosten

Zuletzt aktualisiert: November, 2019

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Viele Menschen wollen gesund leben, doch erstaunlich wenige wissen darüber Bescheid, wie man gesund lebt. Das in den letzten Jahren zu einer deutlich spürbaren Nachfrage nach Beratung geführt. Gesundheitsberater können sich über mangelndes Interesse an ihrer Dienstleistung und mangelnde Kundschaft nicht beklagen. Da nicht zuletzt die Krankenkassen die Kosten im Gesundheitswesen verringern wollen und im größeren Ausmaße als bisher die Verantwortung für die Gesundheit auf den einzelnen Versicherten übertragen, wird das Interesse an Beratung in den nächsten Jahren nicht nachlassen. Experten erwarten vielmehr das Gegenteil: eine weitere Zunahme des Beratungsbedarfs.

Gesundheitsberater sind Mangelware in Deutschland

Die Gelegenheit ist günstig, um mit einer Ausbildung zum Gesundheitsberater zu beginnen. Wer Spaß und Freude daran hat, mit Menschen zu arbeiten und ihnen einen Weg zum gesunden Leben zu weisen, kann als Gesundheitsberater eine erfolgreiche Karriere starten. Doch auch wer schon einen Beruf erlernt hat, kann sich durch die Ausbildung zum Gesundheitsberater weiterbilden.

Besonders beliebt ist die Weiterbildung zum Gesundheitsberater bei Menschen, die zuvor im medizinischen Bereich, in der Gastronomie oder in der Hauswirtschaft gearbeitet haben. Berufserfahrung und Weiterbildung lassen sich hervorragend miteinander verbinden, um sich für neue Aufgabenbereiche zu qualifizieren.

Achtung! Schwarze Schafe!

Tierheilpraktiker Ausbildung

Wer sich im Internet auf die Suche nach einer Ausbildung zum Gesundheitsberater macht, findet sehr schnell sehr viele Angebote mit ganz unterschiedlichen Lehrplänen, zahlreichen Unterrechtsmethoden und nicht zuletzt mit großen Unterschieden in den Kosten für die Ausbildung. Da fällt es schwer, das passende Angebot zu finden.

Die Vielfalt ist vor allem deshalb möglich, weil die Berufsbezeichnung »Gesundheitsberater« nicht geschützt ist – jeder darf sich so nennen, ganz unabhängig davon, ob man eine Ahnung vom gesunden Leben hat oder nicht. Dementsprechend gibt es leider auch schwarze Schafe unter den Weiterbildungsanbietern, die unnütze Kurse für teures Geld anbieten.

Wer sich für die Ausbildung zum Gesundheitsberater interessiert, sollte also einen genauen Blick auf Lehrpläne und das Renommee der Schule werfen. Besonders hoch anerkannt sind in Deutschland meiner Meinung nach z.B die beiden Schulen »Bildungswerk für therapeutische Berufe« (BTB) und »Studiengemeinschaft Darmstadt« (SGD). Sie arbeiten nicht nur mit den großen Branchenverbänden zusammen, sondern haben in ihrer jahrelangen Arbeit viele erfolgreiche und angesehene Gesundheitsberater hervorgebracht.

Update: November, 2019

Eine sehr spannende und etwas andere Ausbildung, bietet seit neustem die Akademie der Naturheilkunde an. Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus im Bereich der Naturheilkunde. Eine spannende Sache wie ich finde!

Positiv bewertet wird am Lehrgang:

  • Das verständlich aufbereitete Material
  • Die engagierten Dozenten während der Seminare
  • Der Aufbau des Lehrgangs, altes und neues Wissen wird gut miteinander verknüpft

Eher negativ aufgefallen ist:

  • Es gibt keine Übungsklausuren, um dich selbst zu kontrollieren
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2 Wochen lang kostenlos
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Voraussetzungen für die Ausbildung zum Gesundheitsberater

Um die Ausbildung zum Gesundheitsberater zu absolvieren, muss in der Regel nur ein Realschulabschluss vorhanden sein. Eine Berufsausbildung und Berufserfahrungen im medizinischen, gastronomischen oder hauswirtschaftlichen Bereich sind zweifellos vorteilhaft, aber keine Bedingung, um zur Ausbildung zugelassen zu werden. Einzelne Weiterbildungsinstitute können darüber hinaus weitere Vorgaben machen.

Kosten & Dauer der Ausbildung zum Gesundheitsberater

Die Regelstudienzeit umfasst bei seriösen Anbietern 18-24 Monate. Allerdings steht es den Schülern frei, ein anderes Tempo einzuschlagen. Wer die Ausbildung schnell absolvieren möchte, um bald als Gesundheitsberater tätig zu werden, kann die Zeit entsprechend seines persönlichen Lerntempos verkürzen. Umgekehrt muss niemand, der mehr Zeit benötigt, mit Nachteilen rechnen. Die Kosten für die Ausbildung belaufen sich auf ca. 130 € im Monat.

Wichtig: Immer wieder sehe ich, dass sogenannte Intensivkurse zum Gesundheitsberater angeboten werden. Ich kann nur davon abraten diese Kurse zu besuchen. Oder wollt ihr euch von einem Gesundheitsberater beraten lassen, der seine Ausbildung am Wochenende in einem Intensivkurs gemacht hat?

Kosten seriöser Schulen 2019 im Überblick

LehrgangKostenAnbieter
heilpraktiker-ausbildung-ils
Geprüfte/r Präventionsberater/in – Gesundheitsberater/in
1.980 €
btb-bildungswerk-heilpraktiker-ausbildung
Gesundheitspädagoge/in – Gesundheitsberater/in
4.396 €
heilpraktiker-ausbildung-ils
Geprüfte/r Präventionsberater/in – Gesundheitsberater/in
2.055 €

heilpraktiker-ausbildung-ilsGeprüfte/r Ayurveda-Gesundheitsberater/in
1.680 €

Gibt es eine Gesundheitsberater-Ausbildung bei der IHK?

Gesundheitsberater Ausbildung

Viele Gesundheitsberater bezeichnen sich als Gesundheitsberater IHK und erwecken damit den Anschein, dass es eine eigene Ausbildung der Industrie- und Handelskammer gäbe. Tatsächlich ist das nicht der Fall. Die IHK stellt nur ein Zertifikat aus, das unter bestimmten Bedingungen kostenpflichtig erworben werden kann.

Die Gesundheitsberater, die diese Zertifizierung erworben haben, hoffen dabei, vom guten Ansehen der IHK zu profitieren – denn viele Menschen in Deutschland sehen in der IHK eine verlässliche und durchaus strenge Einrichtung, die sich um die Berufsausbildung kümmert.

Doch dabei wird übersehen, dass das Zertifikat Gesundheitsberater IHK keine eigene Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz umfasst, sondern ein IHK-Zertifikat welches die IHK in Kooperation mit privaten kostenpflichtigen Bildungsanbietern vergibt.

Wer einigermaßen clever ist, kann sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten und sich fortan im Glanz der IHK sonnen.

Doch es gibt einen Trost: In der Branche hat es sich herumgesprochen, dass das IHK-Zertifikat nicht sehr verlässlich ist. Immer mehr Menschen, die einen Gesundheitsberater suchen, schauen daher auf die Ausbildungsstätte, wo die Ausbildung tatsächlich absolviert wurde. Wie bereits erwähnt, hat hier die SGD Darmstadt ein sehr gutes Image erwerben können (mehr dazu auch hier: www.sgd.de/gesundheitsberater-werden).

Fakten die für die Ausbildung an der SGD sprechen

Die SGD arbeitet beispielsweise mit der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit und Prävention e.V. zusammen, bei der eine sehr große Fachkompetenz in allen Fragen rund um die Gesundheit vorhanden ist.

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Pflegekräfte erhalten bei erfolgreicher Absolvierung des Fernkurses von der „Registrierung beruflich Pflegender“ 40 Weiterbildungspunkte.

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Der Lehrgang ist in Hessen und Nordrhein-Westfalen durch die Schulbehörden als Lehrerfortbildung anerkannt.

Die sgd kooperiert mit dem Verband für unabhängige Gesundheitsberatung e. V. Deutschland.

Die kostenlose Studienbroschüre zum Lehrgang könnt ihr euch hier runterladen: www.sgd.de/gesundheitsberater-studienbroschuere

Was ist der Unterschied zwischen einem Gesundheitsberater und einem Ernährungsberater?

Die beiden Begriffe Ernährungsberater und Gesundheitsberater werden oft in einem Atemzug genannt. Tatsächlich gibt es aber einige Unterschiede.

  • Beim Ernährungsberater geht es ausschließlich um ernährungsrelevante Themen.
  • Was ist gesunde Ernährung eigentlich?
  • Welche besondere Ernährungsformen gibt es? (Vegan, Vegetarisch, Paleo…)
  • Welche Ernährungsempfehlungen gibt es für bestimmte Bevölkerungsgruppen? (Zum Beispiel vertragen viele Asiaten keine Milch)

Der Gesundheitsberater ist breiter aufgestellt. Natürlich erhältst du auch hier eine Ausbildung zum Thema Ernährung. Es gibt aber noch weitere behandelte Bereiche:

  • Entspannungspädagogik
  • Anatomie und Physiologie der Heilpraktiker Ausbildung
  • Spezielle Gesundheitspädagogik

Karriereperspektiven als Gesundheitsberater

Nach deiner Ausbildung zum Gesundheitsberater hast du verschiedene Möglichkeiten:

Du kannst dich noch weiter spezialisieren, etwa auf Entspannungstherapie, eine bestimmte Diätform oder die Arbeit mit Schwangeren. Du kannst dich weiterbilden, um die Karriereleiter weiter hinaufzusteigen. Beispielsweise als:

  • Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (mehr unter www.fachwirt-sozial-gesundheitswesen.net)
  • Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen
  • Qualitätsbeauftragter im Gesundheits- und Sozialwesen

Wenn du einen Hochschulabschluss hast, kannst du stattdessen auch ein Studium absolvieren, typischerweise würden sich hier Ernährungswissenschaften (mehr auch auf: www.ernaehrungswissenschaften.net) oder Gesundheitswissenschaften anbieten.

Natürlich kannst du dich auch selbstständig machen und eine Praxis eröffnen. Kooperationen mit Arztpraxen oder Fitnessstudios haben sich hierbei bewährt.

Was verdient man als Gesundheitsberater?

Position Gehalt*
Gesundheitsberater 2.700 €
Gesundheitsökonom 3.800 €
Gesundheitsmanager 2.500 €
Durchschnitt 3.000 €
*) Gehalt in brutto / Monat

Gesundheitsberater arbeiten wie bereits oben erwähnt in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Krankenhäusern, Altenheimen oder privaten Unternehmen aus allen denkbaren Branchen. Die Verdienstmöglichkeiten sind daher sehr unterschiedlich. Im Schnitt kann ein angestellter Gesundheitsberater 2500 bis 3500 € verdienen.

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, kann sogar noch mehr verdienen, allerdings trägt er die volle wirtschaftliche Verantwortung – doch keine Angst: Eine solide Ausbildung ist hierfür die beste Grundlage.

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