Die Heilpraktiker Prüfung und was du noch nicht über die Prüfung wusstest

Wer die Ausbildung zum Heilpraktiker absolviert, muss am Ende eine Heilpraktiker Prüfung bzw. eine Amtsarztprüfung vor dem örtlichen Gesundheitsamt ablegen. Die Heilpraktiker Prüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen; es gibt den schriftlichen und den mündlichen Teil; beide Prüfungsteile müssen bestanden werden um als Heilpraktiker in Deutschland praktizieren zu dürfen.

Tipp: Die Heilpraktikerprüfung ist nicht leicht. Wenn ihr euch jedoch gewissenhaft vorbereitet und es ernst meint, sollte die Prüfung keine Problem für euch sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte; Schulen wie das ILS weisen eine Erfolgsquote von über 90% bei staatlichen Prüfungen auf (Quelle:www.ils.de).

Die Prüfungsvoraussetzungen zur Heilpraktiker Prüfung

heilpraktikerprüfungBevor man zur Heilpraktiker Prüfung antreten kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Am Tag der Prüfung muss der Prüfling mindestens 25 Jahre alt sein und einen Hauptschulabschluss nachweisen können. Des Weiteren muss du ein Gesundheitszeugnis vorlegen und einen einwandfreien Leumund (polizeiliches Führungszeugnis) präsentieren. In vielen Fällen kann auch ein tabellarischer Lebenslauf verlangt werden, der vom Prüfling unterschrieben vorgelegt werden muss. Einige Gesundheitsämter verlangen zusätzlich einen Melderegister-Auszug. Handelt es sich um einen nicht deutschen Staatsbürger, muss der Auszubildende eine gültige Aufenthaltserlaubnis vorlegen; nur dann kann er an der Heilpraktiker Prüfung teilnehmen.

Die Heilpraktiker Prüfung wird vor dem örtlichen Gesundheitsamt durchgeführt. Die Zuständigkeit richtet sich je nach dem Wohnort bzw. dem Ort der Heilpraktiker-Niederlassung. Wer zur Prüfung antreten möchte, muss einen formlosen Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt abgeben. In weiterer Folge wird das Gesundheitsamt den Auszubildenden in Kenntnis setzen, welche Unterlagen erforderlich sind bzw. welche Termine zur Verfügung stehen und welche Fristen eingehalten werden müssen.

  • Als Teilnehmer solltest du mind. 25 Jahre alt sein
  • Einen Hauptschulabschluss vorweisen können
  • Ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge
  • Ein Attest über deine psychische und physische Gesundheit

Der schriftliche Part der Heilpraktikerprüfung

Die schriftliche Heilpraktiker Prüfung umfasst 60 Fragen. Die Fragen werden im Rahmen eines Multiple-Choice-Tests gestellt und Du hast für die Beantwortung der Fragen genau 120 Minuten Zeit. Der Auszubildende muss 45 Fragen richtig beantworten; bei Erreichen der 75 Prozent-Marke gilt der schriftliche Teil der Prüfung als bestanden und berechtigt zum Antritt der mündlichen Prüfung. Der Umkehrschluss bedeutet, dass der Prüfling gerade einmal 15 Fragen falsch beantworten „darf“. Zu beachten ist, dass der Multiple-Choice-Test zwei Systeme beinhaltet; so gibt es die Einfach- sowie die Mehrfachauswahl, sodass auch mehrere Antworten auf eine Frage richtig sein können.

Wichtig: Ja es stimmt, dass sich die Fragen im Multiple Choice Test über die Jahre immer mal wieder wiederholen. Es wird euch aber trotzdem nichts bringen die Prüfungsfragen einfach auswendig zu lernen. Die Wissenslücken fallen spätestens in der mündlichen Überprüfung eurer Kenntnisse auf. Daher tut euch einen Gefallen und bereitet euch gewissenhaft auf beide Prüfungsteile vor.

Der mündliche Teil der Heilpraktikerprüfung

Der Auszubildende kann nur an der mündlichen Heilpraktiker Prüfung teilnehmen, wenn er den schriftlichen Teil erfolgreich gemeistert hat. Im Regelfall findet die mündliche Prüfung rund 30 bzw. maximal 90 Tage nach dem schriftlichen Prüfungsteil statt und dauert mindestens 30 bzw. maximal 60 Minuten. Bei der mündlichen Heilpraktiker Prüfung kommt ein Gremium zum Einsatz, das sich aus einem Amtsarzt, einem (oder auch mehreren) Beisitzern und einem Protokollanten zusammensetzt. Wichtig ist, dass der Auszubildende vor allem die Bereiche Kinderkrankheiten, Notfälle sowie Infektionskrankheiten und Gesetzeskunde beherrscht; grobe Fehler in den Bereichen können dafür sorgen, dass die mündliche Heilpraktiker Prüfung nicht bestanden wird.

Durch die Heilpraktikerprüfung gefallen?

Apropos durchgefallen: Wer seine Heilpraktiker Prüfung nicht besteht, muss beide Prüfungsteile – also schriftlich und mündlich – wiederholen und auch die notwendige Meldegebühr erneut entrichten. Der Vorteil der Heilpraktiker Prüfung ist, dass es kein Limit gibt; die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden.

Tipps und Tricks zur Heilpraktiker Prüfung

Wichtig sind die gründliche Vorbereitung, das intensive Lernen und auch das Verstehen der Materie. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass die Durchfallquoten relativ hoch sind; das Gesundheitsamt berichtet immer wieder von Quoten zwischen 50 und 90 Prozent. Wohl auch deshalb, weil viele Auszubildende die Prüfung auf die leichte Schulter nehmen, „falsche“ Themen intensiv lernen und am Ende auch mit der eigenen Nervosität zu kämpfen haben bzw. auch im Hinterkopf der Gedanke verweilt, dass man immer wieder zur Prüfung antreten kann. Da jeder Antritt aber Geld kostet, sollte man sehr wohl darauf achten, schon beim ersten Mal durchzukommen.

Tipp: Schulen wie das ILS weisen eine Erfolgsquote von über 90 % bei staatlichen Prüfungen auf (Quelle:www.ils.de).

Welche Heilpraktikerschulen weisen die höchste Erfolgsquote in der Heilpraktikerprüfung auf?

Eine pauschale Aussage zu den Erfolgsquoten aller ca. 500 Heilpraktikerschulen in Deutschland ist schwer möglich. Jedoch gibt es validierte Zahlen von den größeren Anbietern auf dem Markt. So weisen das ILS oder die SGD Erfolgsquoten von über 90% bei staatlichen Prüfungen auf. Schaut euch die beiden Schulen in Ruhe an und achtet besonders auf die unterschiedlichen Vertiefungsmöglichkeiten und die anfallenden Kosten.

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