Die Heilpraktiker Ausbildung und ihre Kosten im Überblick

Achtung! Es gibt zahlreiche schwarze Schafe unter den vielen Heilpraktikerschulen in Deutschland. Warum das so ist liegt an der Tatsache, dass praktisch jeder eine Heilpraktikerschule aufmachen kann der möchte. Daher kann ich euch nur empfehlen, eure Ausbildung an einem Institut zu machen, was nicht erst seit gestern auf dem Markt ist und gerade in Fachkreisen höchstes Ansehen genießt. Meine Favoriten habe ich euch hier aufgelistet.

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Tipp: Jede Schule setzt einen eigenen Schwerpunkt, daher schaut euch die Inhalte von allen Schulen genau und in Ruhe an. Vergleicht die Schwerpunkte und vergleicht auch die monatlich anfallenden Kosten miteinander.

Die Voraussetzungen für die Heilpraktiker Ausbildung

Im Grunde genommen müssen keine besonderen Voraussetzungen oder Fähigkeiten vorhanden sein. Medizinische Grundkenntnisse sind vor Vorteil, aber nicht zwingend notwendig, um sich ausbilden zu lassen. Die notwendigen medizinischen Kenntnisse sind in der Ausbildung enthalten. Es ist allerdings wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass der Beruf des Heilpraktikers ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber anderen Menschen mit sich bringt. Wichtig: Zwar kann jeder eine Heilpraktiker Ausbildung in Deutschland absolvieren der möchte, um jedoch zur Heilprakikerprüfung vor dem Gesundheitsamt zugelassen zu werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Welche das sind erfährst du im nächsten Absatz.

Die Prüfung zum Heilpraktiker nach der Ausbildung

Um nach der Heilpraktiker Ausbildung die Zulassung zur Heilpraktiker Prüfung zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Du solltest mind. 25 Jahre alt sein
  • Einen Hauptschulabschluss haben
  • Ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen können
  • Ein Attest über deine körperliche und geistige Gesundheit vorweisen können

Diese Kriterien für die Zulassung sind in der „Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz“ geregelt. Zum einen muss der Schüler das 25. Lebensjahr vollendet haben, um die Zulassung zur Prüfung zu erhalten. Des Weiteren ist ein polizeiliches Führungszeugnis bei Antragstellung einzureichen, um nachzuweisen, dass keine Vorstrafen vorliegen. Ein weiteres Kriterium ist der Nachweis über eine abgeschlossene Schulausbildung. Ein Hauptschulabschluss ist schon ausreichend. Das letzte Punkt ist der Nachweis, dass keine schweren Erkrankungen vorliegen wie beispielsweise ansteckende oder chronische Krankheiten oder eine Sucht.

Sind diese Punkte alle erfüllt, stellt der Schüler seinen Antrag auf Prüfung. Das jeweilige Gesundheitsamt vor Ort beantwortet die Frage, welches Amt hierfür zuständig ist. Allerdings beträgt die Wartezeit zum Prüfungstermin bis zu einem Jahr. Deswegen ist es notwendig, sich frühzeitig nach der Heilpraktiker Ausbildung für die Prüfung anzumelden. Die Prüfung ist in zwei Bereiche unterteilt. Sie besteht aus einem schriftliche Teil, der zuerst abgelegt wird und aus einem mündlichen Teil. Die mündliche Prüfung findet allerdings erst statt, wenn die schriftliche Prüfung bestanden ist. Wenn eine der beiden Prüfungsteile nicht erfolgreich bestand ist, muss die komplette Prüfung wiederholt werden. Erst wenn die Überprüfung bestanden ist, erhält der Absolvent die Legitimation den Beruf des Heilpraktikers auszuüben. Die Prüfung, die durch die Schule stattfindet, stellt keine Legitimation dar.

Dauer der Heilpraktiker Ausbildung

Wie lange die Ausbildung dauert ist unterschiedlich, da hierzu keine gesetzliche Regelung vorhanden ist. Aus diesem Grund ist die Dauer abhängig von den Schulen, die die Heilpraktiker Ausbildung anbieten. Diese Unterschiede resultieren aus der angebotenen Form des Unterrichts. Die Unterrichtsformen bestehen aus Abendkursen, Tageskursen, Kursen mit nur ein bis drei Mal Unterricht pro Woche oder einem Kurs, der die ganze Woche stattfindet.

Ein weiterer Punkt für die Dauer der Ausbildung ist das Kriterium, ob medizinische Vorkenntnisse vorhanden sind. Ist dies nicht Fall, ist es sinnvoll, einen Kurs mit höherem Zeitaufwand und längerer Dauer zu wählen. Sind Vorkenntnisse vorhanden und somit eine kürzere Ausbildungsdauer gerechtfertigt, ist dennoch zu bedenken, dass nach erfolgreich abgelegter Prüfung, dennoch Zeit und Kosten für das Vertiefen der Kenntnisse und Fähigkeiten vonnöten sind. Diese fallen durch längere und intensivere Ausbildung wesentlich geringer aus.

VollzeitTagesstudiumWochenendstudiumFernstudium
ca. 2 Jahre mit ca. 1850 Unterrichtseinheitenca. 2 Jahre mit ca. 1250 Unterrichtseinheitenca. 2 1/1 Jahre mit ca. 1000 UnterrichtseinheitenCa. 20 Monat. Variabel gestaltbar

Wichtige Punkte für die Auswahl der Heilpraktikerschule

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der Schule ist die Anzahl der Unterrichtsstunden. Aufgrund der Fülle des Stoffs und der Bandbreite der verschiedenen medizinischen Bereiche, die zu lernen sind, ist eine hohe Anzahl der Stunden während der Heilpraktiker Ausbildung sinnvoll. Denn nur so ist gewährleistet, die Prüfung erfolgreich zu bestehen. Des Weiteren ist wichtig zu erfragen, ob praxisbezogener und naturheilkundlicher therapeutischer Unterricht in der Ausbildung enthalten ist. Dadurch entfallen eventuelle Probleme bei der Umsetzung des Gelernten im Berufsleben und somit die Kosten für Seminare.

  • Lasst euch die Studienbroschüren der einzelnen Anbieter nach Hause schicken
  • Wie viele Unterrichtsstunden beinhaltet der Lehrgang?
  • Vergleicht die anfallenden Kosten
  • Vereinbart einen Probeunterricht
  • Gibt es eine Kündigungsfrist?

Ein weiteres Kriterium ist die Schule selbst. Ein Rundgang vor Ort erleichtert die Entscheidung, ob die Heilpraktikerschule den Vorstellungen entspricht. Viele Schulen bieten auch die Möglichkeit eines Probeunterrichts. Anhand dessen lässt sich schnell feststellen, ob die Umgebung und Atmosphäre angenehm ist und sich zum Lernen eignet. Gespräche mit Schülern an der Schule helfen bei der Entscheidung weiter. Zu guter Letzt ist die Kündigungsfrist ein weiterer Punkt, sich für eine Schule zu entscheiden. Gute Schulen bieten akzeptable Kündigungsfristen an. Sollte die Heilpraktiker Ausbildung nicht zur Zufriedenheit verläuft oder doch nichts für einen ist, ist es besser, den Ausbildungsvertrag zu kündigen. Ohne eine Kündigungsmöglichkeit aus den oben genannten Gründen sind die gesamten Kosten für die Ausbildung dennoch fällig.

Heilpraktiker Ausbildung Kosten – Das solltest du wissen

Einer der wichtigsten Punkte bei der Wahl der richtigen Heilpraktikerschule sind die monatlich anfallenden Kosten. Und hier gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Schulen. Hinzu kommt die Tatsache, dass es wie oben erwähnt zahlreiche schwarze Schafe auf dem Markt der Heilpraktiker Ausbildung gibt, die die Ausbildung zu überteuerten Preisen anbieten. Im Schnitt solltest du aber trotzdem mit einem monetären Aufwand von ca. 3.000 Euro für die gesamte Ausbildung rechnen. Tipp: Damit es nach der Vertragsunterschrift keine bösen Überraschungen gibt, solltest du die folgenden Punkte vor Beginn der Heilpraktiker Ausbildung klären.

  • Sind in den monatlichen Studiengebühren wirklich alle Leistungen enthalten?
  • Wie sieht es mit Seminaren aus und kosten diese zusätzliches Geld?
  • Muss ich für Bücher und Unterlagen selbst aufkommen?
  • Gibt es Prüfungsgebühren die nicht in den monatlichen Kosten enthalten sind?
  • Was passiert wenn ich meinen Vertrag vorzeitig kündigen möchte, ist das möglich?
  • Was passiert wenn ich mehr Zeit benötige? Kann ich die Heilpraktiker Ausbildung kostenlos verlängern?
  • Gibt es die Möglichkeit das Studium und die Unterlagen zu testen, bevor ich mich entscheiden muss?

Gute Heilpraktikerschulen bieten die Studienbroschüren mit Probelektüren an. Außerdem erkennst du eine gute Schule auch daran, dass du die Heilpraktiker Ausbildung nicht als Katze im Sack kaufst, sondern erst einmal 4 Wochen lang kostenlos testen kannst. Das ist bei den folgenden Schulen der Fall.

Möglichkeiten der finanziellen Förderung

Normalerweise tragen die Schüler die Kosten für die Heilpraktiker Ausbildung selbst. Und leider fällt die Heilpraktiker Ausbildung nicht unter das Bafög-Gesetz. Allerdings besteht die Möglichkeit, durch die Agentur für Arbeit die Ausbildung als Weiterbildungsmaßnahme fördern zu lassen. Den die Heilpraktiker Ausbildung ist bei den hier vorgestellten Schulen nach AZAV zertifiziert. Hinter dem Bergriff verstecken sich die Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit. Für dich heisst das, dass du der Sachbearbeiterin am anderen Ende des Schreibtisches nur glaubhaft vermitteln musst, dass dich die Heilpraktiker Ausbildung beruflich nach vorne bringt. Solltest du erfolgreich, bezahlt die Agentur für Arbeit deine Heilpraktiker Ausbildung komplett.

Die Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit werden meiner Meinung nach viel zu selten benutzt. Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass sich viele Menschen nicht trauen oder sich keine Chancen ausrechnen, die begehrte Förderung zu bekommen. Das ist aber quatsch, da der Fördertopf jedes Jahr auf’s neue gefüllt wird und nur darauf wartet, geleert zu werden.

Weitere Institutionen für eine mögliche Förderung sind die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaft sowie die Bundeswehr. Die Schule muss hierfür eine Zulassung und Zertifizierung als Träger besitzen. Ebenso müssen die jeweiligen Maßnahmen eine Zulassung vorweisen können. Weitere Details zu Kosten und Finanzierungen der Heilpraktiker Ausbildung findest du hier.

Praxis nach bestandener Prüfung

Liegt die Legitimation vor, steht dem Aufbau einer eigenen Praxis nichts mehr im Weg. In einer guten Schule steht dieses Thema in der Heilpraktiker Ausbildung ebenfalls auf dem Lehrplan. Allerdings gibt es einiges beim Aufbau der Praxis zu beachten. Deswegen ist es ratsam, sich Hilfe bei dem zuständigen Landesverband des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker zu suchen. Er beantwortet offene Fragen und steht hilfreich zur Seite.

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